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Kapitel 19.

In den nächsten Tagen ging Caro Lisa so gut wie es ging aus dem Weg. Ela hatte ihr zwar gesagt, sie und Lisa würden gut zusammenpassen, und das jeder sehen würde, dass da mehr war, als nur Freundschaft wäre, doch Caro war immer noch der Meinung, dass es zu früh war, um sich schon auf eine neue Beziehung einzulassen. Ela hingegen schwärmte weiterhin von Daniel. Sie hatten sich schon mehrmals getroffen und verstanden sich mehr als gut, doch noch war daraus nicht mehr geworden, vielleicht einfach aus dem Grund, weil Daniel ein Slitherin war. Trotz allem suchten die sieben Freunde aus Griffindor und Ravenclaw weiter nach Beweisen und seltsamen Verhalten mancher Lehrer, denn das Thema Voldemode wollte sie nicht mehr loslassen.

Wieder war es in Hogwarts Zeit für ein Quidditchspiel. Hufflepuff spielte gegen Slitherin. Während fast alle Schüler der gelben Mannschaft den Sieg wünschen, feuerte Ela Daniel an, der auf dem Spielfeld der grüne Sucher war. „Ela... Slitherin dürfen nicht gewinnen. Sie sind die einzigen, die uns den Hauspokal wegschnappen könnten!“ beschwerte sich Nico. „Ich will auch gar nicht, dass sie gewinnen. Hufflepuff können meinetwegen gewinnen, aber Daniel muss den Schatz fangen!“ Marcel hingegen fragte sich immer noch, wie er in einer solchen Mannschaft hatte mitspielen können. Pete schien jedoch ausnahmsweise mal ganz normal zu sein, und hielt mehr Bälle, als man es von ihm hätte erwarten können. „Leute!“ rief Sandra auf einmal aufgebracht und deutete auf die Lehrertribüne. „Bruce ist weg!“ „Panny... bist du sicher, dass es nicht an deiner Brille liegt?“ fragte Caro ohne aufzusehen. Für sie war das Thema „Lisa“ momentan wichtiger als Bruce, Snape, Voldemort oder sonst was. „Sie hat Recht!“ rief nun auch Maren. „Eben war er noch da!“ „Worauf warten wir noch, wir kriegen ihn bestimmt, bevor er Hogwarts verlässt!“ „Aber Daniel...“ Protestierte Ela und wollte sitzen bleiben, doch Nico zog sie problemlos hinter sich her. „Du wirst ihn schon noch mal fliegen sehen. Das hier ist jetzt wichtiger!“ sagte auch Lisa. Anfangs war es nicht schwer, dem modebesessenen Lehrer zu folgen : seine Spuren waren im weichen Schnee gezeichnet. Doch die Spuren führten nicht wie erwarten zum Wald, sondern wieder in die Schule.
Nach wenigen Metern erblickten sie Bruce auch schon, und folgten ihm, so schnell und unauffällig es nur ging. Er war grade um eine Ecke gebogen, als hinter den sieben Helden eine rostige Stimme erklang. „Was machen denn sieben Schüler hier im Schloss, wo doch grade ein Quidditchspiel stattfindet?“ „Filch...“ seufzte Sandra, als sie den Hausmeister sah, der immer näher kam. „Am besten ein paar von uns folgen Bruce weiter... Wenn wir ihn jetzt nicht sowieso aus den Augen verloren haben.“ Grummelte Marcel. Doch ehe sie sich entscheiden konnten stand der hässliche Hausmeister mit seiner Katze auch schon vor ihnen. „Wir haben etwas Wichtiges für die Schule zu tun.“ Log Maren schnell. „Und deswegen schleicht ihr euch während einer der wichtigsten Veranstaltungen Hogwarts hier rum? Ich glaube nicht, dass eure Hauslehrer darüber erfreut sein werden...“ Ein schadenfrohes Lachen entfuhr ihm. „Können wir jetzt gehen?“ fragte Caro ungeduldig. „Du Miststück gehst höchstens heute Abend nachsitzen.“ In diesem Moment trat Nico hervor. Sein Gesicht war wutverzerrt und keiner der sechs Anderen konnte sich daran erinnern, ihn je so zornig gesehen zu haben. „Hast du alter Knacker eine meiner besten Freunde eben grade beleidigt?“ „Nico... Lass das, das bringt nichts.“ Zischte Lisa. „Und dann auch noch ein Squib, eine elende Missgeburt... Was erlaubst du dir, einfach meine Freunde zu beleidigen?“ brüllte er, ohne die anderen zu beachten. Jetzt erst sah Ela, was er vorhatte. „NICO, TU DAS NICHT!“ schrie sie, doch da war es schon zu spät. Schneller, als ein normaler Mensch hätte gucken können, hatte Nico seine Hände zu Fäusten geballt und Filch mitten ins Gesicht geschlagen. Dieser sackte wie ein Mehlsack zu Boden und prallte dort mit einem unangenehmen Geräusch brechender Knochen auf. „Penner!“ rief Nico immer noch wütend. „Ich glaube, das gibt Ärger...“ murmelte Marcel. „Da haben Sie durchaus Recht...“ flüsterte eine Stimme hinter ihnen. Erschrocken drehten sich alle um, doch schon vorher wussten sie, wem diese Stimme gehörte. Und tatsächlich stand vor ihnen kein anderer als Severus Snape, der Emolehrer. „Und dann auch noch ein Vertrauensschüler... Aber ich habe mich ja immer gewundert, wie Sie das überhaupt werden konnten.“ Er lächelte gehässig, und als auch noch andere Schritte zu hören waren wussten die Sieben, dass es kein Zurück mehr gab. In der Tat erschien jetzt auch noch Professor McGonnagal, und als sie Filch auf dem Boden liegen sah schlug sie sich die Hände vor den Mund. „Fünfzig Punkte Abzug... Für Griffindor und Ravenclaw.“ Brüllte sie, als sie sich wieder gefasst hatte. „Sie alle erscheinen heute Abend pünktlich zum Nachsitzen... Sie werden die Schule reinigen... Ohne Zauberstab... Und Sie...“ sie hielt die Luft für wenige Sekunden an und deutete auf Nico. „Sie kommen mit.“

„Na toll... Wir dürfen jetzt einen Monat lang nachsitzen, Bruce ist uns entwischt und Nico wird wahrscheinlich jetzt kein Vertrauensschüler mehr sein...“ „Und Slitherin hat verloren. Dabei ist Daniel so ein guter Spieler!“ beschwerte sich Ela. „Als ob das jetzt am wichtigsten wäre...“ murmelte Maren. „Was glaubt ihr, machen die grade mit ihm?“ „Wird schon nichts Schlimmes sein... Hoffe ich.“ Antwortete Lisa. „Doch. Bestimmt braten sie ihn!“ sagte Marcel, um zu versuchen, das Gespräch ein wenig aufzulockern. „Don’t touch Niggu!“ rief Sandra. „Hmm... Ob Niggu wohl schon gar ist?“ fragte Ela und machte dabei Snape nach. „Da kommt er!“ meinte Caro auf einmal und deutete auf ihren großen Freund, der langsam in ihre Richtung kam. „Er sieht nicht gut aus...“ murmelte Maren. „Was ist los?“ fragten alle Sechs wie aus einem Mund. „Ich... wurde rausgeschmissen. Ich wollte mich nur noch von euch verabschieden, mein Zug fährt in einer Viertelstunde...“ sagte er leise. „Du wurdest WAS???“ schrie Ela hysterisch, während die Anderen einfach nur entsetzt guckten. „Aber du kommst doch wieder, oder?“ fragte Marcel. „Nein... Leider nicht... Das war’s dann wohl mit Zauberei für mich... Ich mach’s am Besten schnell... Ihr werdet mir fehlen...“ murmelte er und umarmte seine Freunde ein letztes Mal. „Du uns auch...“ seufzte Sandra und Marcel nickte, während Maren und Caro inzwischen die Tränen gekommen waren. „Ihr löst das Rätsel um die Voldemode Show bestimmt auch ohne mich...“ sagte er schließlich und ging ein paar Schritte zurück. „Passt auf euch auf... Ihr seid die Besten.“ Sagte er nun etwas lauter, drehte sich um und lief wieder in Richtung Schloss. „Du auch auf dich!“ riefen die anderen ihm noch hinterher, doch es war zweifelhaft, ob er es noch gehört hatte. Als er dann nicht mehr zu sehen war, kam in allen ein Gefühl von Leere auf. Sie hatten gewusst, dass er eine Strafe kriegen würde, doch keine Sekunde lang hatten sie damit gerechnet, dass er von der Schule verwiesen werden könnte. Vor allem war es schwer einzusehen, dass sie Nico jetzt vor den Sommerferien nicht mehr sehen würden, und bis dahin würde es noch lange dauern. Alle wussten, dass ohne ihn was fehlte. Man konnte keinen Spaß haben, kein Quidditchspiel gewinnen, und schon gar keine Nudeln essen, wenn er nicht dabei war. Und jetzt war er weg...

Am Abend darauf wurden die Sechs bleibenden Freunde in Zweiergruppen aufgeteilt, und jeder kriegte einen Eimer und einen Schwamm. Maren ging mit Marcel, Ela mit Sandra und Caro mit Lisa, so hatte Professor McGonnagal es zumindest entschieden. Als Lisa und Caro schließlich alleine in einem großen ehemaligen Klassenzimmer standen entschied Caro, dass es am besten war, Lisa nicht zu nah zu kommen. „Du fängst da hinten an und ich hier.“ Bestimmte sie. Das war immerhin auch der beste Weg, nicht mit Lisa reden zu müssen. Als diese sich nicht rührte, ergriff die Sechzehnjährige die Initiative. „Okay. Ich kann auch da hinten anfangen.“ Murmelte sie, nahm sich ihren Putzeimer, durchquerte den Raum, kniete sich hin und fing an, den Boden zu schrubben. „Warum gehst du mir aus dem Weg?“ fragte Lisa schließlich, nachdem sie ihr ein paar Minuten lang zugesehen hatte. „Ich gehe dir nicht aus dem Weg!“ „Ach nein?“ „Nein. Ich tue nur so als ob.“ Sagte Caro tonlos und tunkte ihren Schwamm energisch in ihren Eimer. „Weißt du... Der Kuss vor ein paar Tagen geht mir nicht mehr aus dem Kopf...“ „Mir auch nicht.“ Antwortete Caro wahrheitsgemäß, ohne sich vom Boden abzuwenden. „Und was denkst du darüber?“ „Ich denke nicht, so was kann ich nicht.“ Lisa nickte und setze sich neben sie. „Ich denke jedenfalls, dass es sehr schön war.“ Sagte sie. „Jaah... Das schon... Aber... Ich weiß nicht ob,...“ „Ob?“ Caro schwieg. Was wollte sie überhaupt sagen? Sie konnte ihr doch nicht das sagen, was sie auch Ela gesagt hatte... Oder etwas doch? Was war überhaupt mit ihren Gefühlen? Vielleicht bildete sie sich diese ja auch nur ein. Caro hob den Kopf und sah somit direkt in Lisas Augen. „Was?“ fragte diese und legte den Kopf schief. „Das willst du gar nicht hören.“ „Doch... will ich. Also, was ist?“ „Ich... Ich liebe dich.“ Rutsche es der Sechzehnjährigen schließlich raus. Eigentlich hatte sie es nicht so sagen wollen, jedenfalls nicht so direkt, doch jetzt war es zu spät. „Ich dich auch...“ flüsterte Lisa nur, und küsste ihre Freundin wieder, und diesmal wurden sie auch nicht unterbrochen. Für die beiden war es einfach nur ein tolles Gefühl, und es lenkte etwas von der Leere ab, die mit Nicos Abgang entstanden war, doch dieses Gefühl sollte noch lange da sein, und das bei allen sechs Helden...

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