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Kapitel 17. 

Nach einigen Minuten, in denen es den sieben Helden schien, als hätte die schleimige dunkle Rutschbahn nie ein Ende, kam Marcel als erster unten an, dicht gefolgt von Nico, Ela, Caro, Maren, Lisa und Sandra. „Öhm... Ich bin nicht sicher, dass ich hier lange bleiben werde.“ Murmelte Caro, während sie die glitschigen Wände betrachtete. „Und zum Tanzen eignet der Boden sich auch nicht wirklich. Es rutscht.“ Sagte Maren grimmig, die gerade ins Rutschen gekommen war, und sich an Nico geklammert hatte, um nicht hinzufallen. „Ich würde mal vorschlagen wir gehen einfach weiter.“ Sagte Ela und ging vor. „Findet ihr es nicht komisch, dass hier so viele Schlangenhäute liegen?“ fragte Lisa, die sich, wie auch Caro, skeptisch umguckte. „Harry hat erzählt, dass das wegen der Riesenschlange ist. Das wird schon normal sein.“ Meinte Sandra, doch so langsam fing sie an, an ihrer Übersetzung zu Zweifeln. „Da vorne gibt es mehrere Tunnel... Bleiben wir zusammen oder nicht?“ „Ich würde sagen es wäre besser.. Man weiß nie.“ Und so gingen die Sieben weiter, und es war bestimmt eine Viertelstunde vergangen, bis sie vor einem großen Tor ankamen.

„Warum ist das verschlossen?“ fragte Marcel wütend und trat dagegen. „Ja ne, so wird es auch sicher nicht aufgehen.“ „Dafür braucht man bestimmt auch Parsel...“ murmelte Nico der die Schlangen an den Wänden betrachtete. „Dann müssen wir es halt versuchen.“ Rief Ela. „Shhhhss saaaaaaah sssssshh swshhhhhhh!“ zischte sie und fuchtelte gleichzeitig mit ihrem Zauberstab vor den Schlangen rum. „Du kannst Parsel?“ fragte Maren verwundert. „Nein, ich tue nur so als ob.“ Leider mussten sie feststellen, dass sich nichts bewegte. Daraufhin versuchten sie es in so ziemlich allen Sprachen, die ihnen grade einfielen. Maren auf Spanisch, Sandra auf Lateinisch, Lisa auf Englisch, Marcel auf Estnisch und Nico auf Superlolisch. „Caro. Sag doch auch mal was!“ forderte Ela sie auf. „Ich kann aber nur Deutsch!“ „Neiiin. Ich meine die andere Sprache. Die unschöne...“ „Ach, das. Das klappt doch nie im Leben!“ „Jetzt mach!“ Grimmig stellte sich Caro dahin, wo eben noch Ela war. „Was krieg ich dafür?“ „Einen Keks. Und jetzt los!“ Nur sehr widerwillig und mit einem Gesichtsausdruck der verriet, dass es ihr alles andere als lieb war, sagte die Sechzehnjährige schließlich „Ouvrez.“ Und dann geschah das Unglaubliche : Die zwei Schlangen entflochten sich und in der Wand trat ein Spalt auf. Nach wenigen Sekunden war das Tor ganz auf, und lies die sieben Freunde in eine finstere, wenig beleuchtete Kammer blicken. „Sieht nicht aus als wäre hier jemand...“ flüsterte Sandra. „Nicht? Dann können wir ja wieder gehen.“ Doch ehe Caro sich umgedreht hatte, wurde sie von Maren am Arm gepackt. „Nein Schwesterherz, du bleibst schön hier. Wir gehen erst bis ganz hinten, und wenn dann nichts ist können wir immer noch wieder gehen.“ „Seit mal ruhig... Habt ihr das Zischen da eben gehört?“ Unterbrach Lisa sie. „Ich hab vorhin gezischt.“ „Dich meine ich aber nicht. Hört mal hin!“ Und tatsächlich war das Geräusch welches von einer Schlange stammen musste nicht zu überhören. „Das Ähnelt den Geräuschen die wir unter dem verbotenen Wald gehört haben...“ Sagte Nico. „Ja und da wir hier bestimmt meilenweit unter Hogwarts sind... Könnte es sein dass sie von selben Wesen stammen.“ Beendete Marcel den Satz. „Dann können wir ja jetzt gehen.“ Versuchte es Caro noch mal. „Es kommt näher.“ Stellte Sandra fest, ohne Caro zu beachten.

Mittlerweile war nicht mehr nur ein Zischen zu hören, sondern auch das langsame Vorankommen eines bis jetzt unbekannten Wesens. „Leute? Ist euch aufgefallen, dass es hier keine Spinnen gibt?“ fragte Ela auf einmal leicht panisch. „Öhm. Ja, sonst wäre Caro schon längst davongerannt.“ Stellte nun auch Sandra fest. „Wisst ihr was das heißen könnte?“ „Dass es zu kalt und feucht für Spinnen ist?“ „Nein, das könnte heißen, dass es wieder einen Basilisken gibt.“ Sagte Nico und versuchte ruhig zu klingen. Im selben Moment ertönte ein lautes Zischen direkt hinter ihnen, und in diesem Moment wussten alle : sie hätten wahrscheinlich gar nicht hier unten erscheinen dürfen. „Ich glaube... meine Übersetzung war vielleicht nicht ganz richtig.“ Sagte Sandra kleinlaut. „Es sei denn die Übersetzung war richtig und es ist eine Falle...“ überlegte Maren. „Leute... Warum steht ihr noch da rum, wenn sich direkt hinter uns wahrscheinlich eins Riesenschlange befindet, die wir noch nicht mal angucken dürfen?“ fragte Caro. „Ich würde mal sagen... LAUFT!“ schrie Lisa. Das ließen sich die anderen nicht zwei Mal sagen und fingen an, mit geschlossenen Augen durch die Kammer zu laufen, erst als Ela und Caro zusammenknallten stoppten sie. Eigentlich war es ja ziemlich dumm, einfach ziellos zu laufen... Ohne etwas zu sehen. Durch den Zusammenprall mit Ela war Caros Handy aus ihrer Tasche gefallen, und fing nun an eine Art Technomusik zu spielen. „Caro... Ist das normalerweise dein Klingelton?“ fragte Marcel interessiert. Caro nickte nur. „Bum Bum Caru!“ lachte Sandra, doch dann dachte sie wieder an den Basilisken. „Warum greift das Vieh uns nicht an?“ „Ich drehe mich jetzt um. Wir müssen es einfach riskieren, vielleicht treffen unsere Augen sich nicht.“ Sagte Nico entschlossen, und bevor man ihn daran hätte hindern können sah er direkt auf eine riesige Schlange. Doch von dem was er sah wurde er fast sprachlos. Der Basilisk bewegte seinen Kopf im Rhythmus zur Melodie, die aus Caros Handy kam. „Leute... Ihr könnt euch umdrehen... er hat seine Augen geschlossen... Scheinbar mag er Musik...“ „Das Problem ist nur... Ich glaube die Musik ist bald zu Ende... Mein Akku war fast leer.“ Murmelte Caro. „Dann musst du ein Stück rübergehen und ihm was vorsingen.“ Sagte Maren. „Ich soll was?“ „Du kannst doch singen, oder?“ „Nein, kann ich nicht.“ „Egal, tu es trotzdem.“ „Aber... aber...“ „Caro, beweg deinen Arsch, das ist doch nur ein Basilisk!“ meinte Ela genervt. „Und bevor der Akku leer ist und er uns alle umbringt machst du das jetzt bitte. Denk einfach an Amy!“ Caro nickte, stand auf, und bewegte sich langsam in die Richtung, in der das Ungeheuer sich noch immer zur Musik bewegte. Unsicher blieb die Schülerin vor der Schlange stehen und sah zu ihren Freunden rüber, die ihr durch Zeichen klarmachten, die solle jetzt schon anfangen. Nach kurzem Zögern tat sie es dann auch, und genau in diesem Moment verstummte ihr Handy. Der Basilisk jedoch schien Muse auch gut zu finden, und schwang seinen Kopf weiterhin zu „Endlessly“, nur halt etwas langsamer. Während dessen waren die sechs Anderen aufgestanden und bewegten sich langsam wieder dem Ausgang zu, wo Ela ihren Besen rufen wollte. „Accio Nimbus 2008!“ murmelte sie. Etwa fünf lange Minuten später kam der Besen auch tatsächlich angeflogen, doch dann stellte sich ein weiteres Problem: Caro stand immer noch neben dem Basilisken und sang, und es war fast sicher, dass wenn sie sich bewegen würde, dieser die Augen öffnen würde. „Und jetzt?“ „Entweder wir lassen sie da bis sie keine Stimme mehr hat und das Vieh bringt sie um, oder sie kommt her, und... das Vieh bringt sie und uns um.“ „Was für eine tolle Auswahl.“ Seufze Lisa. „Wir lassen sie definitiv nicht hier, da findet man nach sechzehn Jahren seine Zwillingsschwester wieder, da will ich sie nicht gleich wieder verlieren!“ „Und was machen wir jetzt?“ „I dunno... Jedenfalls wollen wir eine Caro mit Allem dran. Klappen Fluche auch bei Tieren?“ fragte Ela. „Wenn du an Adava Kedavra denkst... Ich habe keine Ahnung...“ sagte Sandra. Doch in dem Moment kam Caro auch schon an. „Ich glaube er ist eingeschlafen...“ „Echt? Was hast du denn gesungen?“ „Troche Ciepla.“ Antwortete Caro tonlos. „Na dann los... Bevor er wieder aufwacht.“ Und so hielten sich alle am Besen fest, der sie langsam wieder nach oben flog.

Kapitel 18.
 
„Das war knapp.“ Sagte Marcel, als alle wieder heile im Mädchenklo angekommen waren. „Aber weitergekommen sind wir nicht.“ Stellte Ela etwas enttäuscht fest. „Doch, wir wissen jetzt, dass die Kammer des Schreckens jeder Zeit wieder geöffnet werden könnte.“ „Das wäre kein Problem, schicken wir einfach Caro hin!“ grinste Nico. „Ich geh da nie wieder runter!“ kreischte diese, immer noch geschockt, doch zu dem Zeitpunkt ahnte sie nicht, dass sie bald schon noch eine schlechte Überraschung erwarten würde. „Erst mal müssen wir sehen, dass wir wieder in unsere Betten kommen... Und zwar ohne uns erwischen zu lassen!“ „Ja... Ich nehme an dann trennen sich unsere Wege erst mal, aber wir sehen uns ja dann nachher wieder.“ Bestätigte Lisa Sandras Aussage, nachdem sie einen Blick auf ihre Uhr geworfen hatte. „Also für uns Ravenclaws sollte es kein Problem sein, ich hab meinen Tarnumhang dabei!“ sagte Maren und holte ihn raus. „Dann sehe für uns auch nur einen Weg so unauffällig wie möglich zurück zu kommen.“ Sagte Nico grinsend. „Davor muss ich euch aber daran erinnern, dass ihr mir noch etwas schuldet!“ Als alle Caro fragend anguckten fügte sie schnell hinzu „Na den Keks natürlich.“ „Den Keks habe ich leider nicht hier, aber ich kann dir ein Brötchen bieten.“ Sagte Lisa, und bevor Caro Zeit hatte, noch etwas zu fragen oder sagen wurde sie wieder zu einem kleinen runden Brot. „Wehe du krümelst, ich will hier nicht kleine Stücke von dir überall aufsammeln müssen!“ Drohte Lisa, bevor sie die Sechszehnjährige aufhob und Nico gab. „Wir jetzt bitte auch noch.“ Gesagt, getan, Nico zauberte Ela erst zu einer Tomate, bevor Lisa zu einer Birne wurde. „So... Wir gesagt, wir sehen uns nachher.“ Sagte Nico, steckte seine beiden Freundinnen ein und alle machten sich auf den Weg zu ihren Häusern.
 
Nico wusste nicht, wie schnell er gerannt war, jedenfalls stand er drei Minuten später vor dem Portrait der fetten Dame, die ausnahmsweise sogar mal da war. „Es ist spät.“ Sagte sie scharf und musterte Nico. Dieser ignorierte den Satz und sagte schnell das Passwort, bevor das Bild endlich zur Seite schwang und ihn in den Gemeinschaftsraum eintreten lies. Ohne sich noch mal umzusehen holte er die Tomate, die Birne und das Brötchen raus, als sich ein paar Meter von ihm jemand räusperte. Nico schreckte hoch und sah direkt in das blasse Gesicht von Amy, oder viel mehr sah er in ihre funkelnden grünen Augen, doch welchen Ausdruck diese genau hatten konnte er nur sehr schlecht deuten. „Wo wart ihr?“ „Wir? Ich weiß nicht was du meinst... Also ich hab mich noch in die Küche geschlichen und na ja... Du siehst ja, ich hab mir ein paar Sachen mitgenommen.“ „Ach, stellst du deine Lebensmittel oft auf den Boden, bevor du sie isst?“ fragte sie, bevor sie fortfuhr. „Welche davon ist Caro?“ „Öhm.... Amy, du hast Caro zwar zum anbeißen gerne, aber ich nicht, und woher soll ich wissen, wo die sich rumtreibt?“ Amys Gesichtsaudruck veränderte sich jedoch nicht. „Dann wirst du sicher nichts dagegen haben, einmal in jedes der drei reinzubeißen.“ Meinte sie sarkastisch. „Das geht nicht. Brötchen, Birne und Tomate passen nicht zusammen. Und ich wollte sie sowieso nicht gleich essen. Und jetzt geh schlafen, es ist spät.“ Versuchte es Nico, doch er ahnte, dass Amy nicht so schnell nachgeben würde. „Aha. Und für vier Griffindors ist es wohl nie spät.“ „Ich weiß nicht was du meinst...“ „Mal überlegen, es fehlen hier noch genau drei Personen. Und das sind ganz zufällig Ela, Caro und Lisa. Findest du es nicht seltsam, dass diese drei ständig mit dir, Sandra, Maren und Marcel rumhängen und jede Nacht verschwinden, ohne jemandem etwas zu sagen? Und jetzt zaubere die drei her.“ Befahl sie, und Nico wusste, dass er keine Wahl mehr hatte. So wurden aus den drei Lebensmitteln wieder drei junge Schülerinnen, die ihre Blicke sofort auf Amy richteten. „Ich bin müde, ich glaube wir sollten jetzt ins Bett gehen.“ Sagte Ela schnell und ging, dicht von Nico und Lisa gefolgt in Richtung der Schlafsäle. Als Caro hinterher wollte wurde sie von ihrer Freundin am Arm gepackt und zurückgehalten. „Wir zwei sollten reden.“ Unwissend (wie immer) sah Caro Amy an, doch was immer jetzt kommen würde, ein angenehmes Gespräch würde es nicht werden.
 
Am nächsten Tag erschien Amy nicht am Frühstückstisch, und Caro saß mit finsterem Blick zwischen Ela und Lisa, und schreckte erst auf, als Lisa sie in die Seite piekste. „Öy, lass das!“ sagte sie grimmig. „Alles okay mit dir? Was wollte Amy eigentlich gestern noch?“ fragte Ela. „Sie wollte Schluss machen.“ Antwortete Caro tonlos. „Sie fand ich würde zu viel Zeit mit euch verbringen, und das gefiel ihr nicht.“ „Oh, das tut mir Leid...“ „Ist ja auch egal. Amy ist wie Fred und George, sie ist eiskalt.“  Damit schien das Gespräch beendet zu sein, und sie aßen weiter, da sie sich vor dem Unterricht noch mit den anderen treffen wollten, um weiter über die Vorfälle dieser Nacht zu reden. Maren, Sandra und Marcel warteten schon draußen auf sie, alle warm mit Weasleypullis, Mützen, Handschuhen und Schals angezogen. „Es schneit ja schon wieder.“ Murmelte Ela, die Schnee irgendwie nicht ausstehen konnte, denn wenn es schneite hieß es eigentlich nur, dass es zu kalt für Regen war, und Regen wurde ja bekanntlich als schlechtes Wetter bezeichnet. „Sieht so aus als wären wir immer noch nicht weitergekommen.“ Begann Marcel das Gespräch. „Doch, wir wissen jetzt, dass Basilisken einen sehr guten Musikgeschmack haben! Er mochte Muse!“ Erinnerte ihn Sandra. „Ja, aber das erklärt uns nicht, was die Voldemode Show ist, und ich glaube kaum der Basilisk sagt er dir wenn du ihm etwas von Muse vorsingst.“ Spottete Maren und setzte sich auf die kalte Mauer. „Ich wird die Übersetzung noch mal durchlesen und mit dem Original vergleichen, vielleicht habe ich ja doch etwas übersehen.“ „Leute? Ich hab meinen Keks übrigens immer noch nicht gekriegt!“ Sagte Caro auf einmal, und sah in die Runde. Ela wollte grade etwas antworten, als ein dicker Schneeball sie direkt am Kopf traf. Wütend drehte sie sich um, um den Schuldigen aufzusuchen, doch dieser schien schon direkt hinter ihr zu stehen. „Tut mir Leid.“ Sagte er mit sanfter Stimme. „Ich hab gehört ihr redet von Muse? Gut zu wissen, dass sogar Ravenclaws und Griffindors einen guten Musikgeschmack haben können.“ Sagte er grinsend. All die Wut die Ela eben noch gehabt hatte schien sich verflüchtigt zu haben. Der Junge, der nur ein paar Zentimeter größer war als sie, hatte leuchtend blaue Augen, und sah, so fand es Ela, sehr hübsch aus. Wenn man genau hinguckte ähnelte er Harry Potter, mit dem Unterschied, dass er keine Brille trug, und auf der Stirn keine Narbe hatte. Er wedelte kurz mit dem Zauberstab und Elas Haare wurden in einigen Sekunden wieder ganz trocken. „Danke...“ murmelte sie, immer noch fasziniert von dem Jungen Mann, der vor ihr stand. „Sollten wir uns mal wieder begegnen... Ich bin Daniel.“ Sagte er immer noch lächelnd, drehte sich anschließend um und wollte grade gehen, als ihm scheinbar etwas einfiel. „Wenn du nichts dagegen hast können wir uns ja mal alleine treffen!“ rief er Ela zu, und ging danach wirklich. Die Fünfzehnjährige blickte ihm träumend hinterher, und wurde erst von Nico wieder in die Realität geholt, der sie leicht anstupste. „Warum ist er mir noch nie aufgefallen?“ „Weil er ein Slitherin ist, und wir meistens nichts mit denen zu tun haben?“ Antwortete Maren. „Leute? Ich muss vorm Unterricht noch mal zurück, ich wollte noch einen Brief schreiben. Wir sehen uns dann später.“ Sagte Caro auf einmal. „Hmm... Warte, ich komm mit, ich wollte auch noch etwas holen.“ Sagte Lisa, sprang auf und folgte der Sechzehnjährigen.
In den letzten Wochen hatte Lisa irgendwie bemerkt, dass sie Caro auf eine besondere Weise sehr gerne mochte. Sie wusste nicht, ob es daran lag, dass sie seit Beginn der Ferien viel zusammen unternommen hatten, doch irgendwie schienen sich in der Zeit starke Gefühle entwickelt zu haben. „Was?“ fragte sie, als sie merkte, dass Caro sie beobachtete. „Hm? Nichts.“ Um das Gespräch nicht schon enden zu lassen, probierte Lisa es mit einem neuen Thema. „Ist die Trennung eigentlich schlimm für dich? Ich meine... Das mit Amy, du weißt schon...“ „Es geht... Wenn ich ganz ehrlich zu mir bin... Eigentlich war da nie wirklich mehr als gute Freundschaft. Wie läuft es denn mit Sharon?“ Sharon. Die war ja auch noch da, fiel Lisa wieder ein. „Ganz gut eigentlich... Aber wir haben uns ja jetzt wegen den Ferien zwei Wochen nicht gesehen, sie ist ja zu ihren Eltern gefahren... Ist was? Du guckst so komisch...“ „Ich gucke immer so.“ Antwortete Caro erstaunt und sah weg. Den Rest des Weges über schwiegen beide. Erst als beide vor der Tür ihres Schlafsaales standen brach Caro das Schweigen wieder. „Was wolltest du eigentlich holen? Du hast doch jetzt erst Unterricht mit Madam Hooch, ich glaube da braucht man keine Bücher.“ Lisa fühlte sich ertappt, schließlich entschied sie sich dafür, die Wahrheit zu sagen. „Eigentlich wollte ich nichts holen... Ich wollte einfach nur bei dir sein.“ Gespannt sah sie Caro an, doch ihr Gesichtsausdruck blieb unverändert. Ohne nachzudenken, was sie da grade tat näherte Lisa ihr Gesicht dem der Sechzehnjährigen, schloss ihre Augen und küsste sie. Zu ihrer großen Verwunderung ging Caro darauf ein, bis sie nach ein paar Sekunden merkte, was sie da grade tat. Geschockt löste sie sich von Lisa und sah sie entgeistert an. „Das geht nicht! Was soll Amy von mir denken und... Du hast doch Sharon, du kannst doch nicht einfach...“ „Um Sharon braucht ihr euch nicht mehr zu kümmern, ich habe genug gesehen.“ Erklang eine wütende Stimme hinter ihnen. „Sharon, ich kann dir das erklären!“ versuchte es Lisa. „Darauf verzichte ich... Schönen Tag noch.“ Sagte sie trocken, drehte sich um und verschwand wieder. „Ich muss auch... Ich schreibe den Brief ein anderes Mal...“ Hektisch griff Caro nach ihrer Tasche, und ging, ohne sie noch mal anzusehen, an Lisa vorbei.

Sie war froh, in der ersten Stunde Zaubertränke zu haben, und vor allem weil sie sich seit kurzem mit Maren einen Kessel teilte, und nicht mehr mit Amy, doch erst mal wollte sie Ela finden. Warum wusste sie nicht, aber jedes Mal wenn sie in irgendeiner Weise verwirrt gewesen war, war sie zu Ela gegangen, warum sollte es dieses Mal anders sein? Auf dem nächsten Gang kamen ihr Ela, Sandra, Maren, Marcel und Nico auch schon entgegen. „Wo hast du denn Lisa gelassen?“ fragte Marcel erstaunt. „Lisa? Ich... Keine Ahnung, sie war auf einmal weg. Wollte glaube ich nicht zu spät auf den Quidditchplatz kommen...“ „Ach du Scheiße, wir haben ja jetzt eine Flugstunde!“ erinnerte sich Nico und lief davon. „Wir sehen uns nachher!“ rief er seinen Freunden noch zu, bevor er um die Ecke bog. „Caro! Ich muss dir unbedingt was erzählen!“ platze es Ela raus. „Sie hat ein Date mit Daniel.“ Sagte Sandra und verdrehte die Augen. „Er hat mich vorhin gefragt, ob ich heute Nachmittag mit ihm nach Hogsmeade gehe!“ „Schön.“ „Ach übrigens... Hier, deine Kekse!“ Sagte Marcel und hielt Caro eine ganze Schachtel Kekse hin. „Können wir ja in Zaubertränke aufmachen.“ Flüsterte Maren, und schien sich bei dem Gedanken auf die luftigen Kekse zu freuen. „Aber lasst sie nicht in einen Kessel fallen!“ lachte Sandra, und kurz darauf trennten sich ihre Wege erst mal, und sie machten sich auf den Weg in ihr Klassenzimmer.


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